29.04.2020 / Pressemitteilung
Hilfe braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen. Sie braucht aber auch Ausrüstung, die im entscheidenden Moment funktioniert, Wege verkürzt und Einsatzkräfte entlastet. Genau hier setzt die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung des Haldenwanger Maschinenbauers MAHA regelmäßig an. In den vergangenen Monaten überbrachte Anton Klotz, Stiftungsratsvorsitzender und Landrat a. D., vier Spenden dorthin, wo sie im Ernstfall Wirkung entfalten: in den Katastrophenschutz, in die Luftrettung, in den Sanitätsdienst und in den Vereinssport.
Haldenwang, 26. Mai 2026. Davon profitieren das Technische Hilfswerk Sonthofen, die Crew des Rettungshubschraubers Christoph 17, die Johanniter-Bereitschaft Kempten sowie der FC Kempten. Die vier Beispiele zeigen, wie gezielte Förderung Einsatzfähigkeit, Ausbildung und Notfallversorgung in der Region stärkt.
Wechsellader für das THW Sonthofen: Flexibel und schnell vor Ort
Das Technische Hilfswerk Sonthofen hat mit einem neuen Wechsellader ein leistungsfähiges Einsatzfahrzeug erhalten. Rund 300.000 Euro kostete die Anschaffung, die durch mehrere Geldgeber möglich wurde. Die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung beteiligte sich mit 20.000 Euro an der Finanzierung.
Der neue Wechsellader macht das THW im Einsatz deutlich flexibler. Je nach Lage können die Ehrenamtlichen unterschiedliche Rollcontainer schnell aufnehmen, transportieren und vor Ort bereitstellen – etwa bei Hochwasser, Bränden oder anderen Schadenslagen. Besonders wichtig ist der integrierte Kran: Mit ihm lassen sich schwere Lasten bewegen, Material präzise verladen und die Container auch an schwer zugänglichen Stellen bereitstellen.
Moderne Reanimationspuppe für Christoph 17: „Annie“ trainiert für den Ernstfall
Für die Crew des Rettungshubschraubers Christoph 17 ging es um eine wichtige Ergänzung für ihre Aus- und Fortbildung: Mit der modernen Reanimationspuppe „Annie“ können realitätsnahe Notfallsituationen trainiert werden. Die Spende in Höhe von rund 9.000 Euro übernahm die gemeinnützigen Familie Rauch-Stiftung.
Die Übungspuppe unterstützt das Training der Herz-Lungen-Wiederbelebung und ermöglicht komplexe Szenarien, bei denen medizinische Abläufe, Teamarbeit und Kommunikation ineinandergreifen. Gerade in der Luftrettung zählt jede Bewegung: Die Crew arbeitet auf engem Raum, häufig unter Zeitdruck und unter schwierigen Bedingungen. Bei mehr als 1.600 Einsätzen allein im vergangenen Jahr, viele davon in alpinem Gelände, in Wäldern oder an schwer zugänglichen Unfallorten, ist praxisnahes Training ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten in der Region.
Einsatz-Quad für die Johanniter Kempten: Wendige Hilfe abseits befestigter Wege
Die Johanniter-Bereitschaft Kempten nahm ein neues Einsatz-Quad in Betrieb. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 18.395 Euro und umfassen neben dem Fahrzeug auch Sondersignalanlage, Folierung, Motorradkleidung, Helme und Funktechnik.
Das wendige Quad erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Johanniter im Katastrophenschutz, bei Großveranstaltungen und in unwegsamem Gelände. Es erreicht Orte, an denen klassische Einsatzfahrzeuge an Grenzen stoßen, und ermöglicht schnelle Erstversorgung – etwa bei regionalen Veranstaltungen wie dem Panorama Marathon, der Grüntenstafette, dem Jochpass Memorial oder dem Mittsommermarsch. Gerade angesichts zunehmender Extremwetterereignisse zeigt sich, wie wichtig eine flexible und gut ausgestattete Gefahrenabwehr vor Ort ist.
Defibrillator und Erste-Hilfe-Koffer für den FC Kempten: Sicherheit am Spielfeldrand
Schnelle Hilfe zählt nicht nur bei großen Einsatzlagen, sondern auch dort, wo Menschen im Alltag zusammenkommen. Für den FC Kempten stellte die Stiftung deshalb einen modernen Defibrillator sowie einen voll ausgestatteten Erste-Hilfe-Koffer für den Einsatz am Spielfeldrand. Die Spende belief sich auf 3.000 Euro. Damit ist der Verein im Illerstadion für medizinische Notfälle besser gerüstet.
Die Ausstattung stärkt nicht nur die Sicherheit der Spielerinnen und Spieler, sondern auch die aller Menschen, die das sportliche Leben im Verein mitgestalten – von den Trainerteams über die Ehrenamtlichen bis hin zu Familien und Fans.
Engagement mit Wirkung
Alle vier Spenden zeigen, wie gezielte Unterstützung im Alltag wirkt. „Ob im Katastrophenschutz, in der Luftrettung, im Sanitätsdienst oder am Spielfeldrand: Entscheidend ist, dass Hilfe schnell dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Mit unseren Spenden möchten wir die Menschen stärken, die Verantwortung übernehmen – oft ehrenamtlich und immer mit großem Einsatz für die Region“, sagt Anton Klotz, Stiftungsratsvorsitzender der gemeinnützigen Familie Rauch-Stiftung und Landrat a. D.
Für die Stiftung ist dieses Engagement mehr als finanzielle Unterstützung. Es ist ein Beitrag zu Sicherheit, Zusammenhalt und verlässlichen Strukturen vor Ort. Denn wer Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und Vereine stärkt, sorgt dafür, dass Hilfe verfügbar bleibt – im Ernstfall ebenso wie im Alltag.
Foto THW Sonthofen: Anton Klotz
Foto Christoph 17: Matthias Becker
Foto Johanniter-Bereitschaft Kempten: Anton Klotz