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In Sejong ist der offizielle Startschuss für ein nationales Projekt gefallen, mit dem Korea die Fahrerassistenzsysteme moderner Fahrzeuge erstmals im Rahmen der wiederkehrenden Hauptuntersuchung (PTI – Periodic Technical Inspection) prüft. MAHA liefert den dafür entwickelten Prüfstand: MAST 2.0, den MAHA Adaptiven Systemtester. Umgesetzt wird das Vorhaben gemeinsam mit KOTSA, KÜS, der Hanyang-Universität, dSPACE Korea, Hyundai und Mercedes-Benz Korea. Bis Ende 2028 wird die Anlage entwickelt, ab 2029 sollen die ersten 60 Prüfstände in Betrieb gehen.

Haldenwang, 30. Juli 2026. Fahrerassistenzsysteme gehören längst zur Grundausstattung moderner Fahrzeuge – von der Notbremsfunktion über den Spurhalteassistenten bis zur adaptiven Geschwindigkeitsregelung. Bislang ließ sich ihre dauerhafte Funktionsfähigkeit im laufenden Betrieb kaum überprüfen. Korea geht diesen Schritt nun als eines der ersten Länder und macht die Prüfung von Fahrerassistenzsystemen zum festen Bestandteil der wiederkehrenden Hauptuntersuchung. Den Prüfstand dafür entwickelt und liefert MAHA.

Vom Homologationslabor auf die Prüfstraße
Die Funktionsprüfung von Fahrerassistenzsystemen war bisher eine Domäne der Homologation – also der Typzulassung im Entwicklungsumfeld. Die dort eingesetzten Prüfstände sind hochspezialisiert und entsprechend kostspielig; für den flächendeckenden Einsatz in Tausenden von Prüfstellen sind sie wirtschaftlich nicht skalierbar. Genau hier setzt der MAST 2.0 an: Er überführt die Fahrerassistenzprüfung aus dem Labor in den regulären PTI-Betrieb – robust, alltagstauglich und zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten. Das senkt die Einstiegshürde für Prüforganisationen erheblich und macht die wiederkehrende ADAS-Prüfung überhaupt erst breitenwirksam darstellbar.

Ein Konsortium für den neuen Prüfstandard
Getragen wird das koreanische Projekt von einem Verbund aus Behörde, Prüforganisationen, Simulationstechnik und Fahrzeugherstellern. Beteiligt sind die Korea Transportation Safety Authority (KOTSA) als nationale Prüf- und Zulassungsbehörde, die Prüforganisation KÜS, die Hanyang-Universität, der Simulations- und Validierungsspezialist dSPACE sowie die Fahrzeughersteller Hyundai und Mercedes-Benz Korea. MAHA bringt in diesem Verbund die Prüfstandstechnik für den PTI-Einsatz ein.
 
„KADAS markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Weiterentwicklung der Fahrzeuginspektion: Es ist das weltweit erste Vehicle-in-the-Loop (ViL)-basierte System zur Bewertung und wiederkehrenden Prüfung von Fahrzeugen mit automatisierten Fahrfunktionen. Durch enge internationale Zusammenarbeit verpflichtet sich KOTSA, einen zuverlässigen und objektiven Inspektionsrahmen zu schaffen, der zu sicherer Mobilität und zur Entwicklung zukünftiger internationaler Standards beiträgt“, erklärt Dr. Jaehwan Jeong, Leiter der Abteilung Advanced Safety Research Departments bei KOTSA und Projektleiter von KADAS.

Der Zeitplan ist ambitioniert: Bis Ende 2028 wird die Anlage entwickelt und erprobt, ab 2029 gehen die ersten Prüfstände in den regulären Betrieb. Damit entsteht in Korea eine der weltweit ersten Infrastrukturen, die Fahrerassistenzsysteme flächendeckend im Rahmen der wiederkehrenden Fahrzeugprüfung testen will.

„Fahrerassistenzsysteme entscheiden im Ernstfall über Sekunden – und über Leben. Dass ihre Funktion künftig nicht nur bei der Zulassung, sondern über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs geprüft wird, ist ein echter Sicherheitsgewinn“, sagt Dr. Peter Geigle, Geschäftsführer der MAHA Group. „Unser Anspruch war, diese Prüfung aus dem teuren Speziallabor herauszuholen und für den Alltag jeder Prüfstelle bezahlbar zu machen. Genau das leistet der MAST 2.0. Dass Korea diesen Weg als eines der ersten Länder geht, zeigt, wohin sich die Fahrzeugprüfung weltweit entwickelt.“

Auch in Deutschland rückt die ADAS-Prüfung näher
Die Entwicklung beschränkt sich nicht auf Korea. Auch in Deutschland beschäftigen sich Prüforganisationen mit der wiederkehrende Prüfung von Fahrerassistenzsystemen. Der erste MAST 2.0 in Deutschland wird im Oktober 2026 beim TÜV Süd in Ulm installiert und schafft damit die Grundlage, auf der sich die deutschen Prüforganisationen praktisch mit dem Verfahren befassen können. Weitere Prüforganisationen folgen.

Selbst ausprobieren auf der Automechanika
Wer sich ein eigenes Bild machen möchte, hat dazu im September Gelegenheit: Auf der Leitmesse Automechanika 2026 vom 8. bis 12. September in Frankfurt präsentiert MAHA den MAST 2.0 live – und jeder Interessierte kann selbst eine Prüfung durchfahren. Besucher finden MAHA in Halle 8.0 an den Ständen C06 und C07.

Weitere Informationen sind im Internet verfügbar: Future Starts Now · MAHA · Automechanika Frankfurt 2026